USA drängen auf Referendum und Wahlen in Ukraine im Mai
Die
USA und die Ukraine erörtern Insidern zufolge einen Zeitplan für ein
Friedensabkommen mit Russland, der im Frühjahr Wahlen vorsehen könnte.
Ziel sei eine Einigung im März, gefolgt von einem Referendum und Wahlen
im Mai, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters mehrere mit den Vorgängen
vertraute Personen.
Das US-Verhandlungsteam um den Sondergesandten
Steve Witkoff und Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dränge zur
Eile. Hintergrund sei die Sorge, dass sich der US-Präsident angesichts
der im November anstehenden Kongresswahlen bald stärker auf
innenpolitische Themen konzentrieren werde.
Mehrere Experten
bezeichneten den Zeitplan als unrealistisch.
Zum einen seien Wahlen
unter dem geltenden Kriegsrecht verboten und logistisch kaum in der
kurzen Zeit zu organisieren. Zum anderen gebe es bei zentralen
Streitpunkten noch keine Einigung.
Moskau fordere die Kontrolle über den
gesamten Donbass, während Kiew dies ablehne.
Auch die Zukunft des AKW
Saporoschje sei ungeklärt: Russland habe einen US-Vorschlag abgelehnt,
wonach Washington die Anlage kontrollieren und die Stromversorgung
beider Seiten sicherstellen solle.
Am Donnerstag war die zweite
Runde der von den USA vermittelten Verhandlungen in Abu Dhabi mit einem
Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine zu Ende gegangen.
Der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij stellte ein baldiges
nächstes Treffen in den USA in Aussicht.
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