JFK-Akten: Schlesinger warnt Kennedy - CIA "Ein Staat im Staat"
30. Juni 1961. Ein geheimes Memo landet auf dem Schreibtisch von Präsident Kennedy.
Der Verfasser? Arthur Schlesinger Jr., einer seiner engsten Berater.
Die
Warnung? Die CIA ist zu mächtig und zu rücksichtslos geworden und
betreibt jetzt ihre eigene Außenpolitik - außerhalb der Kontrolle der
US-Regierung.
Schlesinger erläutert dies:
Die CIA verfügt
über ein eigenes Militär, eine eigene Luftwaffe und ist in den
wichtigsten Botschaften zahlenmäßig stärker vertreten als die
US-Diplomaten.
Verdeckte Operationen bestimmen die US-Politik -
ohne die Zustimmung des Präsidenten. Iran, Guatemala und Kuba sind der
Beweis dafür.
Gescheiterte Geheimkriege - wie die Schweinebucht - kosten Amerikas Glaubwürdigkeit und stärken den Kommunismus.
Ein
Guerillakrieg lässt sich nicht allein mit Gewalt gewinnen. Schlesinger
zitiert Lehren aus Vietnam, Algerien und den Philippinen und warnt: „Sie
werden euch ausbluten lassen.“
Der britische Geheimdienst (MI6) arbeitet unter strenger Kontrolle - aber die CIA läuft unkontrolliert.
Und
der schockierendste Teil? Schlesinger schlägt vor, den operativen Arm
der CIA aufzulösen und ihn in einen neuen Nationalen Nachrichtendienst
und eine Foreign Research Agency aufzuteilen, um weitere abtrünnige
Aktionen zu verhindern.
Kennedy wurde am 30. Juni 1961 gewarnt.
Am 22. November 1963 wurde auf ihn ein Attentat verübt.
Hat er noch rechtzeitig gehandelt? Oder war es bereits zu spät?
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