Ein spektakulärer Großprozess gegen 22 Angeklagte hat am 30. März 2026 vor dem Pariser Schwurgericht begonnen, bei dem Mitglieder einer Freimaurerloge des Vororts Puteaux wegen Mord, Mordversuch und schwerer Körperverletzung angeklagt sind.
Die Anklage wirft der Freimaurerloge „Athanor“ vor, als Tarnung für eine
kriminelle Mafia-Bande gedient zu haben, die Aufträge für illegale
Geheimaktionen erteilte.
Zu den Anklagepunkten gehören der Mord an dem
Rennfahrer Laurent Pasquali (November 2018) bei der Eintreibung von
Schulden sowie gescheiterte Attentate auf eine Business-Coachin
(Marie-Hélène Dini) und einen Gewerkschafter der „Gelbwesten"-Bewegung
(Hassan Touzani).
Wichtige Details zum Verfahren:
Angeklagte:
Die Gruppe besteht aus 22 Personen, darunter Soldaten, Polizisten, ein
pensionierter Geheimdienstmitarbeiter (DGSI) und Unternehmensleiter.
Hauptverdächtige:
Als Drahtzieher gelten die Logenmitglieder Jean-Luc Bagur (ehemaliger
Meister), Frédéric Vaglio (Unternehmer) und Daniel Beaulieu (ehemaliger
Inlandsgeheimdienstmitarbeiter).
Strafmaß: Den 13 schwersten
Angeklagten droht lebenslange Haftstrafe, die Staatsanwaltschaft fordert
Mindeststrafen von 15 Jahren.
Tatzeitraum: Die Ermittlungen begannen 2020 nach einem gescheiterten Mordversuch, decken aber Straftaten bis November 2018 ab.
Logenstatus: Die Athanor-Loge wurde inzwischen aufgelöst und als irregulär eingestuft.
Der
Prozess, der mehrere Monate dauern soll, zieht internationale
Aufmerksamkeit auf sich, da er Einblicke in organisierte Kriminalität
innerhalb geheimer Gesellschaften bietet und Fragen zur Justiz und
Sicherheit in Europa aufwirft
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