1/27/2026

Gasmangelage/Gasnotstand 2026

  IST POLITISCH GEWOLLT !!


Ein beunruhigender Kommentar von Marcel Baldauf zum Thema Gasspeicher:

Gasmangelage/Gasnotstand Deutschland 2026


Hallo zusammen:

ich verfolge seit Wochen die meteorologischen Modelle und die täglichen Gas-Speicherdaten der europäischen Infrastruktur (GIE/AGSI).
 

Was sich dort gerade in den Rohdaten abzeichnet, deckt sich leider nicht mit der relativen Ruhe in den Nachrichten.
Hier ist der technische Status Quo zum Wochenende (Stand 24.01.) und mein persönlicher Fahrplan für die nächsten Wochen.


1. Die Speicher-Lüge: "38% gefüllt" ist nicht die ganze Wahrheit
Offiziell sind deutsche Gasspeicher zu ca. 38% gefüllt. Das klingt sicher. Aber wenn man in die Einzeldaten der Speicher (CSV-Rohdaten) schaut, sieht man eine gefährliche Schieflage:

Süden (Bayern): Die Puffer sind weg. Speicher wie Wolfersberg sind technisch leer (unter 6%), Inzenham ist unter die kritische Druckmarke gefallen (<19%). Der Süden hängt jetzt fast komplett am Leitungsnetz.
Norden: Unser größter Speicher Rehden ist quasi leer (11%).
⚠️ Osten/Sachsen (Bernburg/Lauchstädt) stützt gerade das System. Aber hier verlieren wir aktuell 1,5% Füllstand pro Tag!
Bei diesem Tempo sind wir im Osten in 10 Tagen dort, wo Bayern heute ist.

🇳🇱 Niederlande: Unser "Notfall-Puffer" aus dem Westen ist bereits leerer als wir selbst. Von dort kommt keine Rettung.
Die Niederlande ist bei 33%.
Was denkt ihr wie lange sie das aufrechterhalten?
Bis 30% ? Oder bis 25% ?

Die LNG Lüge: Warum uns die Schiffe nicht retten!

Oft hört man: "Dann kommt eben LNG aus Wilhelmshaven oder Rügen."
Vergesst das. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Der Bedarf: In einer Kältewelle verbraucht Deutschland über 4000-4200 GWh Gas pro Tag.

Die LNG-Kapazität: Alle unsere Terminals zusammen schaffen im besten Fall nur ca. 400 GWh Einspeisung pro Tag.
👉 Das LNG deckt also gerade mal 10-12% unseres Spitzenbedarfs. Wenn die Speicher leer sind, kann LNG das riesige Loch physikalisch gar nicht füllen. Es fehlt schlicht an Einspeise-Leistung, egal wie viele Schiffe draußen warten.

Die "Fernwärme-Falle": Warum wir Gaskraftwerke nicht einfach abschalten können
Ein oft gehörtes Argument ist: "Dann schalten wir eben die Gaskraftwerke ab und nutzen Kohle oder Import-Strom."

Das ist technisch oft unmöglich.
Viele große Gaskraftwerke arbeiten mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das heißt: Sie produzieren nicht nur Strom, sondern sind die zentrale Heizung für ganze Stadtviertel (Fernwärme).

Selbst wenn wir den Strom nicht bräuchten, sind diese Anlagen "Must-Run". Sie müssen laufen und Gas verbrennen, damit die angeschlossenen Wohnungen nicht auskühlen. Wir können den Gasverbrauch im Kraftwerkssektor also nicht beliebig drosseln, ohne dass Tausende Haushalte ihre Heizung verlieren. Das macht das System in einer Kältewelle extrem unflexibel.

2. Das Wetter-Setup (Der "Polarwirbel-Split")
Die Wettermodelle (ECMWF & GFS) bestätigen jetzt übereinstimmend zwei Phasen:
Phase 1 (Ab Montag, 26.01.): Ein Tief/Schneetief" zieht über Deutschland. Temperaturen um 0°C, aber PV-Anlagen (Solar) werden komplett ausfallen (Schneebedeckung). Gaskraftwerke müssen den Strom ersetzen -> Gasverbrauch steigt weiter an.

Phase 2 (Ab Anfang/Mitte Februar): Es deutet sich ein massiver Kaltlufteinbruch aus Osten an (Zusammenbruch des Polarwirbels). Wir erwarten Dauerfrost.

3. Der Fahrplan: Wann wird es eng?
Basierend auf den aktuellen Entnahmeraten (-1% pro Tag) und dem Wettertrend, ergibt sich folgender kritischer Zeitstrahl:

🔴 Ab Montag, 26.01.: "Dunkelflaute". Strom wird knapp, Gasverbrauch bleibt hoch.
🔴 01.02. bis 05.02.: Die Speicher im Osten fallen unter 30%. Der Systemdruck sinkt bundesweit.
10.02. bis 15.02. (Die "Rote Zone"): Hier treffen zwei Kurven tödlich aufeinander: Die Speicher fallen rechnerisch unter die technische Mindestgrenze von 18-20% (ab hier ist keine volle Entnahmeleistung mehr möglich), während gleichzeitig die Kälte (Phase 2) ihren Höhepunkt erreicht.

Was bedeutet das konkret?
In diesem Zeitfenster (Mitte Februar) ist das Risiko für folgende Szenarien am höchsten: VIDEO

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