IST POLITISCH GEWOLLT !!
Ein beunruhigender Kommentar von Marcel Baldauf zum Thema Gasspeicher:
Gasmangelage/Gasnotstand Deutschland 2026
Hallo zusammen:
ich verfolge seit Wochen die meteorologischen Modelle und die
täglichen Gas-Speicherdaten der europäischen Infrastruktur (GIE/AGSI).
Was sich dort gerade in den Rohdaten abzeichnet, deckt sich leider nicht
mit der relativen Ruhe in den Nachrichten.
Hier ist der technische Status Quo zum Wochenende (Stand 24.01.) und mein persönlicher Fahrplan für die nächsten Wochen.
1. Die Speicher-Lüge: "38% gefüllt" ist nicht die ganze Wahrheit
Offiziell
sind deutsche Gasspeicher zu ca. 38% gefüllt. Das klingt sicher. Aber
wenn man in die Einzeldaten der Speicher (CSV-Rohdaten) schaut, sieht
man eine gefährliche Schieflage:
❌
Süden (Bayern): Die Puffer sind weg. Speicher wie Wolfersberg sind
technisch leer (unter 6%), Inzenham ist unter die kritische Druckmarke
gefallen (<19%). Der Süden hängt jetzt fast komplett am Leitungsnetz.
❌ Norden: Unser größter Speicher Rehden ist quasi leer (11%).
⚠️
Osten/Sachsen (Bernburg/Lauchstädt) stützt gerade das System. Aber hier
verlieren wir aktuell 1,5% Füllstand pro Tag!
Bei diesem Tempo sind wir
im Osten in 10 Tagen dort, wo Bayern heute ist.
🇳🇱
Niederlande: Unser "Notfall-Puffer" aus dem Westen ist bereits leerer
als wir selbst. Von dort kommt keine Rettung.
Die Niederlande ist bei
33%.
Was denkt ihr wie lange sie das aufrechterhalten?
Bis 30% ? Oder bis 25% ?
Die LNG Lüge: Warum uns die Schiffe nicht retten!
Oft hört man: "Dann kommt eben LNG aus Wilhelmshaven oder Rügen."
Vergesst das. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein.
Der Bedarf: In einer Kältewelle verbraucht Deutschland über 4000-4200 GWh Gas pro Tag.
Die LNG-Kapazität: Alle unsere Terminals zusammen schaffen im besten Fall nur ca. 400 GWh Einspeisung pro Tag.
👉
Das LNG deckt also gerade mal 10-12% unseres Spitzenbedarfs. Wenn die
Speicher leer sind, kann LNG das riesige Loch physikalisch gar nicht
füllen. Es fehlt schlicht an Einspeise-Leistung, egal wie viele Schiffe
draußen warten.
Die "Fernwärme-Falle": Warum wir Gaskraftwerke nicht einfach abschalten können
Ein oft gehörtes Argument ist: "Dann schalten wir eben die Gaskraftwerke ab und nutzen Kohle oder Import-Strom."
Das ist technisch oft unmöglich.
Viele
große Gaskraftwerke arbeiten mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Das heißt:
Sie produzieren nicht nur Strom, sondern sind die zentrale Heizung für
ganze Stadtviertel (Fernwärme).
Selbst wenn wir den Strom nicht
bräuchten, sind diese Anlagen "Must-Run". Sie müssen laufen und Gas
verbrennen, damit die angeschlossenen Wohnungen nicht auskühlen. Wir
können den Gasverbrauch im Kraftwerkssektor also nicht beliebig
drosseln, ohne dass Tausende Haushalte ihre Heizung verlieren. Das macht
das System in einer Kältewelle extrem unflexibel.
2. Das Wetter-Setup (Der "Polarwirbel-Split")
Die Wettermodelle (ECMWF & GFS) bestätigen jetzt übereinstimmend zwei Phasen:
Phase
1 (Ab Montag, 26.01.): Ein Tief/Schneetief" zieht über Deutschland.
Temperaturen um 0°C, aber PV-Anlagen (Solar) werden komplett ausfallen
(Schneebedeckung). Gaskraftwerke müssen den Strom ersetzen ->
Gasverbrauch steigt weiter an.
Phase 2 (Ab Anfang/Mitte Februar): Es
deutet sich ein massiver Kaltlufteinbruch aus Osten an (Zusammenbruch
des Polarwirbels). Wir erwarten Dauerfrost.
3. Der Fahrplan: Wann wird es eng?
Basierend auf den aktuellen Entnahmeraten (-1% pro Tag) und dem Wettertrend, ergibt sich folgender kritischer Zeitstrahl:
🔴 Ab Montag, 26.01.: "Dunkelflaute". Strom wird knapp, Gasverbrauch bleibt hoch.
🔴 01.02. bis 05.02.: Die Speicher im Osten fallen unter 30%. Der Systemdruck sinkt bundesweit.
⚫
10.02. bis 15.02. (Die "Rote Zone"): Hier treffen zwei Kurven tödlich
aufeinander: Die Speicher fallen rechnerisch unter die technische
Mindestgrenze von 18-20% (ab hier ist keine volle Entnahmeleistung mehr
möglich), während gleichzeitig die Kälte (Phase 2) ihren Höhepunkt
erreicht.
Was bedeutet das konkret?
In diesem Zeitfenster (Mitte Februar) ist das Risiko für folgende Szenarien am höchsten: VIDEO
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