Grönland und Dänemark: Wie Skandale die Beziehung belasten
Experimente
mit Kindern und Zwangsverhütung für Grönländerinnen – zwei Skandale,
die den fragwürdigen Umgang Dänemarks mit Grönland veranschaulichen.
Vor knapp drei Jahren kam durch einen Podcast des Dänischen Rundfunks
ein dunkles Kapitel der grönländisch-dänischen Geschichte ans Licht: der
sogenannte Spiralen-Skandal.
Wie herauskam, wurden tausenden, oft
minderjährigen, Grönländerinnen in den 1960er- und 1970er-Jahren
verpflichtend Spiralen für erwachsener! zur Verhütung von Schwangerschaften
eingesetzt - auf Geheiß von Dänemark.
Zwar war das zum großen Teil von indigenen Inuit bewohnte Grönland
seit 1953 offiziell keine dänische Kolonie mehr. Aber es wurde auch
nicht unabhängig, sondern dänische Provinz.
Die dänische Kolonialzeit prägt das Leben bis heute
Zwangsadoption und
Sterilisierung – rücksichtslos ging Dänemark gegen die Bevölkerung in
Grönland vor. Diese Politik dauerte bis in die 70er-Jahre. Die
Betroffenen fordern: Dänemark muss Verantwortung für ihr Leid
übernehmen.
https://www.dw.com/de/d%C3%A4nemark-gr%C3%B6nland-beziehung-geschichte-spiralen-adoption-zwangsverh%C3%BCtung-v3/a-71437742

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