4/17/2025

Harvard und die CIA – Eine unheilvolle Verbindung 🇺🇸:

 Im Oktober 1985 wurden die tiefen Verbindungen zwischen der Harvard University und den US-Geheimdiensten aufgedeckt, als bekannt wurde, dass Professor Nadav Safran des Center for Middle Eastern Studies (CMES) von der CIA eine geheim gehaltene Finanzierung von rund 45.000 US-Dollar erhielt.
Diese Mittel sollten für eine Konferenz über Islam und Politik verwendet werden – eine Konferenz, die plötzlich in einem politischen Licht erschien.


Der Skandal brachte nicht nur die Finanzierung der Veranstaltung in Frage, sondern auch die unaufgedeckten Beziehungen zwischen akademischen Institutionen und Geheimdiensten. Safran hatte die Gelder ohne die nötige Genehmigung der Universität erhalten und den Vorgang nicht transparent gemacht. Diese Geheimhaltung führte dazu, dass zahlreiche Teilnehmer, insbesondere aus dem Nahen Osten, ihre Teilnahme an der Veranstaltung absagten, was den ursprünglichen Plan und die Zielsetzung der Konferenz stürzte.

Was damals als „Einzelfall“ dargestellt wurde, öffnete jedoch einen größeren Schwall an Fragen: Wie viele andere Forschungsprojekte an der Harvard University – und anderen renommierten Universitäten – wurden ebenfalls von politischen Interessen gelenkt?
Wie stark war der Einfluss von Geheimdiensten auf akademische Themen und Forschungsprojekte, die als neutral galten?

Dieser Vorfall legte den schwarzen Unterbau der amerikanischen Eliteuniversität offen – eine, die nicht nur für ihre akademische Exzellenz bekannt ist, sondern auch für ihre Rolle als Denkfabrik und Sprungbrett für politische und wirtschaftliche Macht.

Es ist schwer zu glauben, dass dieser Vorfall ein einmaliges Ereignis war. Die CIA und andere Geheimdienste haben in der Vergangenheit immer wieder versucht, die Kontrolle über wissenschaftliche Diskurse und politische Narrative zu übernehmen, indem sie Gelder für Forschung oder Konferenzen bereitstellten, die dann eine ganz andere Agenda verfolgten, als es nach außen hin den Anschein hatte.

Heute fragen wir uns: Wie viele solcher Verbindungen existieren noch immer? Wie sehr beeinflussen akademische Institutionen, die als unabhängig gelten, weiterhin die Politik und wie oft haben diese Institutionen ihre Rolle als „Wissenschaftler“ gegen strategische politische Ziele eingetauscht?

Harvard und der CIA-Skandal von 1985 sind nur ein Puzzleteil im größeren Bild.
Aber er bleibt ein faszinierendes Beispiel dafür, wie tief akademische, politische und geheimdienstliche Strukturen miteinander verwoben sind – und wie schwierig es ist, diese Verbindungen vollständig zu entwirren.

Quelle

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