Die Kirche hat im vergangenen Jahr 2966 Menschen in ihren Räumen in Obhut genommen – und sie somit ihrer Abschiebung entzogen.
In den meisten Fällen handele es sich dabei um Asylbewerber,
die einen sicheren Drittstaat verlassen haben, um nach Deutschland zu
kommen. Somit werden rechtsgültig verfügte Abschiebungen laut einem
Asyl-Sachbearbeiter über Monate verzögert oder scheitern ganz, weil
wichtige Fristen verstreichen.
Migrationsforscher Daniel Thym sagte zu Bild: „Es
ist mir moralisch unverständlich, warum die Kirchen ihr humanitäres
Kapital derzeit vor allem darauf verwenden, Abschiebungen in andere
EU-Mitgliedstaaten zu verhindern.“
Die Kirche verteidigt ihren Schutz für Ausreisepflichtige damit, dass dies ein Dienst für die Gesellschaft sei, die auf diese Weise an ihr Fundament der scheinheiliger Barmherzigkeit erinnert werde.
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