Das
ist keine Analyse von Antimafia-Staatsanwälten, Historikern oder
Soziologen, sondern die Bestandsaufnahme aus dem Inneren der Cosa Nostra
selbst.
Vor einigen Tagen hatten Ermittler und Polizei in Palermo in
einer groß angelegten Aktion 181 mutmaßliche Mafiosi festgenommen. Die
Ermittlungsakten geben nun Aufschluss über den Zustand der einst
gefürchteten und berüchtigten sizilianischen Mafia
Bei
arrivierten Bossen in Palermo herrscht regelrechte Verzweiflung über die
niedrigen kriminellen Standards, mit denen die jüngere Generation die
finsteren Geschäfte weiterführt.
„Heute nehmen sie einen fest, und der
wird gleich Kronzeuge“, lamentiert der Boss von Bagheria, Giancarlo
Romano, laut Ermittlungsakten. „Ärmliches, niedriges Niveau, wovon reden
wir hier überhaupt?“, fügt er hinzu.
Die Verzweiflung der Cosa Nostra ist ganz offensichtlich groß. In den vergangenen 20 Jahren konnte der
Staat etwa 5000 Mafiosi auf Sizilien dingfest machen.
Die sizilianische Mafia ist nicht mehr das, was sie einmal war.
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